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Leo Luna - Shoes for Kids

 

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Geschichten über das Zebra Leo Luna

Leo Luna gestiefeltes Zebra gestiefelter Kater Kinderschuhe
Leo Luna

Jeden Monat veröffentlichen wir hier die Leo Luna - Fortsetzungsgeschichte, geschrieben von Ingrid Bruchwald.

Bitte nach unten scrollen.

 

Viel Spaß beim Lesen

 

wünscht das Leo Luna-Team

 

 

 

 

 

1 - Wie Leo Luna seinen Namen bekam

von Ingrid Bruchwald ©

 

Es war eine helle Vollmondnacht, als im Schutz eines uralten Regenschirmbaums ein kleines Zebra geboren wurde. Kiburi, die Mutter, leckte sein Fell trocken und stupste es sanft mit der Nase an. „Schön, dass du da bist, mein Kind“, hieß das in Zebrasprache, „ich habe dich sehr lieb!“

 

Bald schon stand das Kleine ,wenn auch noch recht unsicher auf seinen Beinen, auf. Es hatte Hunger! Doch weil es ein besonders kluges Zebrafohlen war, fand es unter dem Bauch der Mutter schnell die Zitzen.

 

Von Ferne tönte das Brüllen der Löwen über die Weite der Serengeti. Die Mutter spitzte die Ohren und auch die anderen Zebras hoben die Köpfe und lauschten in die Nacht.

 

Die Löwen sind stark, aber wir Zebras können schnell laufen“, dachte Kiburi. „Trink nur mein Kleines, damit du flinke Beine bekommst und so stark wirst wie ein Löwe! Ich werde dich Leo – Löwe – nennen, das ist ein guter Name!“

 

Während sich das kleine Zebra, das nun Leo hieß, satt trank, kam sein Vater. Imara war der König der Herde.

 

Was für ein hübsches Zebrakind!“, schnaubte er anerkennend. „Schau nur, wie sein Fell im Mondlicht schimmert. Wir wollen es Luna – Mond – nennen. So wird uns der Name immer an diese besondere Nacht erinnern.“

 

Ein schöner Name“, stimmte Kiburi zu, „ich habe unser Fohlen aber schon Leo genannt, damit es flink, furchtlos und stark wird, wie der König der Savanne“.

 

Imara dachte kurz nach und meinte dann: „Vielleicht ist dieses Fohlen etwas Besonderes. Deshalb soll es zwei Namen tragen. Es heißt Leo Luna“.

 

So soll es sein“, nickte Kiburi.

 

Leo Luna“, rief Imara in die dunkle Nacht, wandte sich ab und trabte davon, um die Herde vor Feinden zu beschützen.

 

Leo Luna hatte sich satt und müde in eine weiche Mulde zwischen den Wurzeln des alten Baumes gekuschelt, als Asatira sich langsam näherte. Sie war eine alte und weise Zebrastute, die schon viele Sommer und viele Winter erlebt hatte. Aufmerksam betrachtete sie das kleine Wesen, das nun zur Herde gehörte, und schnupperte an seinem Fell, um sich den Geruch zu merken.

 

Dein Kind ist etwas Besonderes“, flüsterte Asatira.

 

Ja, es hat zwei Namen: Leo Luna“, antwortete Kiburi.

 

Dein Kind ist etwas Besonderes“, wiederholte Asatira, bevor sie im Dunkel der Nacht verschwand.

 

Nun kamen auch die anderen Tanten und Onkel, um das Zebrakind zu bestaunen, doch das merkte Leo Luna nicht mehr.

 

Es schlief und träumte … kannst du dir denken wovon?

 

Wenn Du wissen möchtest, wie Leo Luna zu seinem ersten Schuh gekommen ist, lies schnell weiter

 

 

 

2 - Leo Luna und der Schuh

von Ingrid Bruchwald ©

 

Hatschi!“. Leo Luna schüttelte sich und öffnete die Augen.

 

Na, hast Du ausgeschlafen?“, hörte es die Stimme der Mutter – und schon merkte es auch, dass es Hunger hatte. Diesmal gelang das Aufstehen schon viel besser.

 

Im warmen Licht der Sonne betrachtete Kiburi stolz ihr Kind, wie es nun schon recht sicher auf sie zukam.

 

Aber --- was war das???? Leo Lunas rechtes Bein hatte ja keine Streifen. Es sah aus, als hätte das kleine Zebra einen weißen Strumpf an!

 

Ich hatte dir doch gesagt, dass dein Kind etwas ganz Besonderes ist!“, hörte sie in diesem Augenblick Asatiras freundliche Stimme neben sich.

 

Aber - die anderen werden Leo Luna auslachen und traurig machen“, erwiderte Kiburi besorgt.

 

Es gibt eine alte Geschichte, die man sich in unserer Herde erzählt“, begann Asatira. „Immer wieder einmal wird, wenn der Mond voll am Himmel steht, ein Fohlen geboren, das ein weißes Bein hat. Dieses Fohlen bringt der Herde Glück. Jedoch muss das weiße Bein geschützt werden. Deshalb habe ich heute Nacht aus weichem Schlangenleder einen Schuh für Leo Luna gefertigt“.

 

Gemeinsam zogen die beiden Stuten Leo Luna den Schuh an.

 

Er passt wie angegossen“, freute sich Kiburi und bedankte sich bei der weisen Asatira.

 

Als die Sonne höher stieg machte sich die Herde wie jeden Tag auf den Weg durch die Savanne. Leo Luna trabte fröhlich neben seiner Mutter dahin.

 

Was hast du denn an deinem Bein?“. Ein etwa gleichaltes Zebrakind sprang übermütig neben Leo Luna durch das Gras.

 

Was meinst du?“, fragte Leo Luna erstaunt.

 

Na das komische Ding da!“. Das Fohlen stupste mit seiner weichen Schnauze gegen Leo Lunas Bein.

 

Das ist mein Schuh. Hast Du keinen Schuh?“

 

Nein! Aber es gefällt mir, dass du so etwas trägst, auch wenn ich den Grund dafür nicht kenne. Ich heiße übrigens Daraja – und du?“

 

Leo Luna“.

 

Während ihre Mütter gemächlich mit der Herde über die Ebene zogen und sich am Gras stärkten, spielten die beiden Freunde fröhlich in deren Nähe.

 

Was spielst du am liebsten mit deinen Freunden?

 

 

3 - Leo Luna und die Schlange

von Ingrid Bruchwald ©

 

Leo Luna war nun schon einige Tage alt – und das ist für ein kleines Zebra schon recht viel Lebenszeit.

 

Noch immer trug er an seinem rechten Bein das Stiefelchen aus Schlangenleder. Immer wieder riefen die anderen Zebras: „Leo Luna, zeig uns dein Stiefelchen!“, und dann hob er sein rechtes Bein.

 

Kannst du auch dein rechtes Bein einmal hochheben?

 

Gern tollte Leo Luna übermütig springend und buckelnd mit seiner Freundin Daraja über das verdorrte afrikanische Gras.

 

„Lass uns doch dahin laufen, wo die Sonne jeden Abend hinter dem alten Regenschirmbaum am Horizont schlafen geht“, rief Daraja. übermütig.

 

„Aber Daraja, hast du nicht gehört, was Asatira uns immer wieder erzählt hat, bevor wir eingeschlafen sind?“, gab Leo Luna zu bedenken.

 

„Klar doch: Da gibt es Schlangen, Schlangen, Schlangen! Ach, kleiner Leo Luna, fürchtest du dich etwa vor Schlangen?“

 

Leo Luna dachte nach: Daraja war seine Freundin!

Aber: Haben Freundinnen immer Recht?

Oder: Hat Asatira recht gesprochen?

 

Was würdest du nun tun?

 

„Wenn du nicht mitkommst, dann laufe ich eben allein Richtung Sonnenuntergang“, ließ sich Daraja unternehmungslustig hören.

 

„Gut, ich komme mit“, willigte Leo Luna zögernd ein.

Gemeinsam trabten sie über die trockene Savanne Richtung Westen.

 

Kennst du die Himmelsrichtungen?

Weißt du wo Westen ist?

 

Plötzlich blieb Leo Luna schnaubend stehen. Da war etwas - und noch bevor er richtig nachdenken konnte schnellte ein Schlangenkopf aus dem Gras hervor und biss Leo Luna ins rechte Bein. Aber - das weißt du ja – am rechten Bein trägt Leo Luna sein Stiefelchen. Bevor die Schlange auch noch Daraja beißen konnte, bäumte sich das kleine Zebra Leo Luna auf und zertrat mit seinen kleinen Hufen die Schlange. So rettete er das Leben seiner Freundin Daraja.

 

Hast du auch so eine gute Freundin?

 

 

4 - Leo Luna und der Brief

von Ingrid Bruchwald©

 

Leo Luna lag im Schatten und träumte von der Welt hinter den Regenschirmbäumen. Wenn er laufen und laufen und laufen würde … was würde er dann wohl zu sehen bekommen?

 

Da hörte er plötzlich das aufgeregte Schnauben seiner Mutter Kiburi. Neugierig lief Leo Luna zu ihr hinüber.

 

Schau mal, was ich hier habe!“ Kiburi wedelte mit einem weißen Dingsbums aufgeregt vor Leo Lunas Nase herum.

 

Was ist das?“, wollte Leo Luna wissen.

Voller Freude sprang Kiburi übermutig über das trockene Gras.

Das ist ein Brief von …“

Was ist ein Brief?“, fiel ihr Leo Luna ins Wort.

Leo Luna“, sagte Kiburi mit ernster Stimme, „wenn ich etwas sage, sollst du doch nicht dazwischenreden!“

Tut mir leid, aber --- och, Mami, ich bin doch soooo neugierig!“

 

Kiburi rieb ihre Nase an der von Leo Luna, denn sie hatte ihn lieb – auch wenn er sich mal nicht an die Regeln hielt.

 

Kiburi schaute auf den Zettel (sie hatte in der Zebraschule das Lesen gelernt): „Der Brief kommt von weither“, stellte sie fest, „er kommt aus Deutschland. Tante Lima und Onkel Zumo leben dort in einem Zoo und sie haben uns eingeladen …“

 

Was ist denn ein Zoo?“, wollte Leo Luna wissen.

 

Auf schwierige Fragen wissen auch Menscheneltern nicht immer gleich eine Antwort. Also dachte auch Kiburi ganz lange nach. Dann erklärte sie: „In einem Zoo leben Zebras wie wir ohne Angst.

 

Sie müssen sich nicht vor Löwen fürchten und sie haben keine Sorge, ein Wasserloch zu finden?“, fragte Leo Luna.

Ja“, sagte Kiburi.

Können wir nicht auch in diesem Zoo leben?“, fragte Leo Luna begeistert.

Ach Stiefelchen“ (so nennt ihn seine Mutter manchmal, wenn sie ihn ganz besonders lieb hat), „dann verlieren wir die unendliche Weite unter den Regenschirmbäumen.“

Ich möchte aber so gern Tante Lima und Onkel Zumo kennenlernen“, murmelte Leo Luna – und rieb sein linkes Vorderbein an seinem Stiefelchen.

Kiburi holte tief Luft und meinte dann:

Vielleicht hast du Recht. Lass uns Tante Lima und Onkel Zumo besuchen und nach Deutschland fliegen“

 

5 - Leo Luna und der Abschied von Afrika

© Ingrid Bruchwald

 

Nachdem Kiburi ihm von dem Brief und der Einladung erzählt hatte, tollte Leo Luna seit Tagen aufgeregt und ausgelassen über das dürre Gras.

Daraja,“ hatte er seiner Freundin erzählt, „Mama und ich fliegen nach Deutschland und besuchen Tante Lima und Onkel Zumo im Zoo! Ist das nicht toll und so furchtbar aufregend?“

Aber Daraja hatte sich gar nicht gefreut! Nein, sie hatte sich umgedreht und war davongelaufen.

 

Kannst du dir denken, warum sie sich nicht freuen konnte?

 

Der letzte Abend war angebrochen. Leo Luna hatte Daraja schon lange nicht mehr gesehen. Sie war einfach weg -verschwunden!

Leo Luna zog sich sein Stiefelchen aus, denn in der Nacht brauchte er es nicht. Dann kuschelte er sich ein letztes Mal unter dem Regenschirmbaum zum Schlafen zusammen.

Als die Sonne ihre wärmenden Strahlen über das Land schickte, erwachte auch Leo Luna. Heute war der große Tag! Heute würden sie nach Deutschland fliegen!

Leo Luna reckte sich und wollte sein Stiefelchen anziehen – aber … es lag nicht unter dem Regenschirmbaum!

MAMA!“, rief Leo Luna

Schnell kam Kiburi angetrabt.

Hast du dein Köfferchen schon gepackt? Wenn die Sonne hinter dem Horizont schlafen geht, heißt es für uns Abschied nehmen.“

Aber mein Stiefelchen – es ist weg, futsch, verschwunden!“

Auch Asatira hörte es … und schritt mit steifen Beinen schweigend nach Westen zum Wasserloch, dahin wo die Sonne schlafen geht – und wo die Schlangen wohnen.

Der Rest der Zebra-Herde rätselte und überlegte. Wer könnte Leo Lunas Stiefelchen genommen haben?

Und plötzlich kam Leo Luna eine Idee. Mit flinken Hufen lief er über die Steppe – bis er Daraja in den fernen Bergen hinter einem Felsvorsprung entdecke.

Daraja!“, Leo Luna rieb sein Schnäutzchen glücklich und erleichtert an ihrem Fell.

Daraja aber begann zu weinen: „Ich habe dein Stiefelchen versteckt, damit du nicht wegfährst!“

Zögernd zog sie das lederne Stiefelchen hinter einem Stein hervor.

Ach, Daraja, du wirst immer meine beste Freundin bleiben! Egal wo ich bin oder wo du bist!“

Mit seinem Stiefelchen lief Leo Luna zurück zur Herde – und auch Daraja schleicht kleinlaut heim zu ihrer Mutter.

 

6 - Leo Luna und der Nikolaus

© Ingrid Bruchwald


von Ingrid Bruchwald ©

 

Mit steifen Beinen stiegen Leo Luna und seine Mama Kiburi aus dem Flugzeug. Asatira hatte Leo Luna eine schwere Reisetasche mitgegeben, die er nun tapfer zum Ausgang schleppte.

Endlich waren sie im Zoo angekommen.

Hallo Tante Lima, guten Morgen Onkel Zumo“, begrüßte Leo Luna fröhlich seine Verwandten

 

Mama Kiburi freute sich auch und knabberte ihnen nach Zebra-Art liebevoll die Mähne.

 

Aber Leo Luna war jetzt nicht mehr nach Kuscheln. Er wollte sein neues „zu Hause“ kennen lernen. Zunächst einmal lehnte er seine schwere Reisetasche an einen Baumstamm, dann schaute er sich um. Es sah fast so wie zu Hause aus – aber die Weite fehlte. Statt Regenschirmbäumen sah er in der Ferne seltsame Berge aus bunten Steinen mit seltsamen Löchern. Merkwürdig!

 

Dunkel war es geworden, doch die Steinberge blinzelten ihm mit bunten Lichtern aus ihren Löchern fröhlich zu.

 

Leo Luna begann zu frieren, wie zu Hause nur mal in einer besonders kalten Nacht.

 

Mama Kiburi hatte sich lange mit Tante Lima und Onkel Zumo unterhalten. Nun sah sie, wie Leo Luna zitternd unter einem kahlen Baum stand. Schnell lief sie hinüber: „Mein lieber Leo Luna! Ich glaube, ich sollte dir einiges erklären und du musst hier viel lernen.“ Sie rieb ihre große, warme Nase an seiner kleinen, kalten Nase.Komm mit, wir gehen schlafen.“ Leo Luna folgte seiner Mutter in ein seltsames Haus - Onkel Zumo nannte es „Stall“. Leo Luna war noch nie in einem Haus oder Stall gewesen. Der Deckel oben ließ Leo Luna keine Sterne mehr sehen. Menschen verstecken sich, wenn es in der Steppe dunkel wird, in Hütten – das wusste Leo Luna - aber keine Zebras!

Aber hier drin war es warm und roch nach trockenem Gras. Müde von der langen Reise ließ sich Leo Luna ins Heu sinken, schloss die Augen – und schlief ein.

Mitten in der Nacht wachte er plötzlich auf. Hatte er seine schwere Reisetasche am Baum stehen lassen? Doch Leo Luna war sehr müde – und so schlief er schnell wieder ein.

 

Am nächsten Morgen erwachte er, weil etwas klapperte. „Guten Morgen!“, rief Pfleger Rudi und warf einige Ballen duftendes getrocknetes Gras vor Leo Lunas Hufe.

 

Was ist das denn?“, rief Rudi verwundert - und hielt einen kleinen, weichen Stiefel, gefüllt mit Regenbaumblättern und grünem, saftigen Gras in die Höhe.

Da ist wohl heute Nacht der Nikolaus gekommen“, lächelte Kiburi und gab Leo Luna den gefüllten Stiefel.


7 - Leo Luna und der erste Schnee

von Ingrid Bruchwald ©

 

Der weiche Stiefel, den Asatira ihm in Afrika in seine schwere Reisetasche gesteckt hatte, und die der Nikolaus Leo Luna zur Begrüßung im Zoo mit Leckereien gefüllt hatte, lehnte in einer Ecke. Leo Luna hatte nur ein wenig genascht und auch seiner Mama etwas abgegeben.


Heute war Leo Luna früh aufgewacht, weil die Rufe der Gibbons schon durch den ganzen Zoo zu hören waren, bevor die Sonne aufgegangen war. Leo Luna steckte die Nase aus der Stalltür. Hmmm, die Sonne war noch immer nicht zu sehen, obwohl er, wie auch die Gibbons, schon ganz lange ausgeschlafen hatte. Aber: Alles sah aus, als wären die Wolken am Himmel müde geworden und hätten sich zum Schlafen auf die Erde gelegt.


Plötzlich hörte Leo Luna hinter sich ein leises Schnauben. Vorsichtig drehte er sich um – und erblickte ein putzmunteres Zebramädchen.


Bist du neu hier im Zoo?“, fragte sie.

Hmm, ja“, brummelte Leo Luna und betonte dann, „ aber ich komme aus Afrika!“

Ist doch egal, woher du kommst! Ich heiße Jani – und wie heißt du?“

Mein Vater Imara und meine Mutter Kiburi haben mich Leo Luna genannt – so stark wie ein Löwe und so schön wie der Schein des Mondes.“

Das hört sich schön an. Sicherlich haben sie dich sehr lieb. Wo sind denn dein Papa und deine Mama?“

Leo Luna schaute nachdenklich in das merkwürdige Grau vor dem Stall, in dem die Sonne nicht aufgehen wollte. Mama war hier – aber wo war Papa?

Unsicher scharrte er mit den Hufen. „Meine Mama Kiburi ist hier, bei Onkel Zumo und Tante Lima und mein ….“

Ach, die kenne ich“, unterbrach ihn Jani, „die sind echt total nett!“

Die redet aber komisch“, dachte Leo Luna bei sich und fragte dann: „Warst du schon mal in Afrika?“

Nö, aber am Gehege hängen so Karten für die Menschen, die Geld bezahlen, um uns anzusehen. Da habe ich gesehen wo Afrika ist – ist sehr weit weg von hier!“


Da sieht Leo Luna wie im Traum wieder die Steppe, riecht das trockene Gras, spürt die Wärme der Sonne und Darajas Knabbelzähne in seiner Mähne, hört die vertrauten Geräusche, Asatiras Schnauben in der Nacht …

und Leo Luna hat Heimweh!

Er blinzelt, damit Jani seine Tränen nicht sieht.

Da beginnt Jani ganz nach Zebra-Art vorsichtig an seiner struppigen Mähne zu knabbern.

Und so stehen die beiden kleinen Zebrakinder frierend am Stalleingang und warten auf die Sonne, die nicht aufgehen will.

Plötzlich schwebt ein kleines, federleichtes Dinglein herab, und noch eins, und noch eins und … noch ganz viele …

Leo Luna läuft schnell zurück und versteckt sich im Stall.

Das ist Schnee“, beruhigt ihn Jani.

Leo Luna streckt vorsichtig die Nase aus dem Stall.

Was ist das?“

Schnee eben - einfach nur Schnee – so was wie kaltes Wasser“, meint Jani ungeduldig.

So etwas habe ich in Afrika noch nie gesehen!“, lässt sich Leo Luna hören.

Jetzt essen wir erst einmal Frühstück, und dann erkläre ich es dir“, sagt Jani.