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Leo Luna - Shoes for Kids

 

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Was man beim Kinderschuhkauf beachten sollte

Schuhe machen vor allem eines: sie bieten Schutz vor Kälte, Nässe und Verletzung. Was ein Schuh nicht leistet: weder lehrt noch fördert er das Laufen. Das bedeutet, gesunde Kinderfüße benötigen keine Schuhe, um sich zu entwickeln. Das Beste für einen gesunden (auch erwachsenen) Fuß ist Barfußlaufen oder was dem am nächsten kommt (Socken, Lederpuschen). Übrigens: aus diesem Grund benötigen Kinderfüße auch kein Fußbett im Schuh!

 

Darüber hinaus sorgt Abwechslung für eine gesunde Fußentwicklung: unterschiedliche Untergründe, verschiedenes Schuhwerk, draußen barfuß laufen.

 

Der häufig verwendete Begriff des Lauflerners ist völlig fehl am Platz. Erstlingsschuh trifft es viel besser, wenn Kinder ihren ersten Schuh bekommen. Doch wann ist dafür der richtige Zeitpunkt?

 

Kinder durchlaufen viele verschiedene Phasen, bis sie ihre Gangart gefunden haben, bis der Fuß mit all seinen Knöchelchen, Sehnen, Muskeln und Bändern voll ausgebildet ist. Jede Phase ist typisch und charakteristisch. Komische Füße oder Fußstellungen gibt es in der Regel nicht. Sie sind Ausdruck des natürlichen Entwicklungsprozesses und sollten nicht Grund zu Sorge sein.

 

Rund 90% aller Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt. Damit das so bleibt, sollten Eltern auf gut passendes Schuhwerk achten. Kinderfüße sind äußerst empfindlich, weich und formbar. Deshalb „passen“ sie auch so gut in zu kurze Schuhe. Empfehlenswert sind Schuhe aus besonders weichen Materialien, die dem Fuß nach vorne Spielraum lassen und die Zehen nicht einengen. Darüber hinaus soll ein Schuh auch gut am Fuß selbst passen. D.h., ein Schuh sollte weder zu lang noch zu weit sein. Beginnende Vorfußschäden können daher das Ergebnis nicht passender Schuhe sein.

 

Kinder "starten" idR mit O-Beinen ins Leben. Das ist völlig normal und dem begrenzten Raumangebot im Mutterleib geschuldet. Zusätzlich geben O-Beine Laufanfängern eine bessere Stabilität bei den ersten Schritten.

 

Aus den O-Beinen werden dann später X-Beine und erst mit ca. 6 Jahren "begradigt" sich die Beinstellung.

 

Es ist auch völlig normal, dass Kleinkinder Plattfüße haben. Sie geht einher mit der X-Stellung der Beine. Die Entwicklung des Fußes steht schließlich noch ganz am Anfang und ist noch lange nicht abgeschlossen. Bis dahin tut sich sehr viel und verlässliche Aussagen darüber, ob ein Fuß auch im Erwachsenenalter platt sein wird, lang, kurz, breit oder schmal lassen sich hier noch gar nicht treffen.

 

Die meisten Kleinkindfüße sind mit Babyspeck gepolstert. Dieser wird erst nach und nach mit dem eigenständigen Laufen abgebaut. Gleichzeitig baut sich mit dem Lauftraining die Muskulatur des Fußes auf. Mit zunehmenden Alter der Kinder beginnt der Fuß sich dann dem Aussehen nach dem Erwachsenenfuß anzugleichen.

 

Die verschiedenen Phasen des Laufenlernens

 

Sich hochziehen

 

Ihr Kind beginnt sich an Möbeln und Gegenständen hochzuziehen. Es ist unruhiger im Kinderwagen, will raus und seinen Bewegungshorizont erweitern. In dieser Phase sind Schuhe erst dann notwendig, wenn Sie die Füße Ihres Kindes schützen müssen. Etwa vor Kälte oder Nässe. Barfuß, Socken oder weiche Lederpuschen (Krabbelschuhe) sind hier eine ideale Lösung für die ersten zarten Steh- und Gehversuche.

 

Laufen I

 

Ihr Kind läuft seit 2-6 Wochen selbstständig und alleine. Der Aktionsradius Ihres Kindes wird langsam größer. Es läuft auf unterschiedlichen Untergründen, auch draußen. Nun kann, je nach Aktivität und Witterung, der Zeitpunkt für einen ersten Schuh gekommen sein. Er sollte sehr weiche Sohlen haben und sich gut an den Fuß anpassen. Empfehlenswert ist ein Schnürer, weil er sich individuell an den Fuß anpassen lässt.

 

Der Schuh sollte so gewählt werden, dass für den Fuß mind. 8-10mm Raum (Schub- und Zuwachsraum) im Vorderschuhbereich bleibt (bei einem größeren Spielraum >10mm besteht für Laufanfänger Stolpergefahr).

 

Empfehlenswert sind Schuhe, die nicht zu schwer sind und die Bewegungen des Kind nicht erschweren. Weiche, biegsame Sohlen und weiche Obermaterialien bieten sich an. 

 

Darüber hinaus gilt: Bodenkontakt und viele Reize tun Kinderfüßen gut. Lassen Sie Ihr Kind daher so oft es geht barfuß laufen.

 

Laufen II

 

Ihr Kind versteht es immer besser zu laufen. Erste Kletterversuche kommen hinzu, es beginnt nun auch schon mal eine schnellere Gangart einzulegen. Der kindliche Fuß hat begonnen Muskulatur aufzubauen. Ihr Kind krallt die Zehen nicht mehr so sehr wie früher. Es läuft und steht sicher ohne zu wanken. Ihr Kind ist nun in der Lage eine etwas festere Sohle zu biegen.

 

Der Schuh sollte nun mind. 12mm Raum im Vorderschuhbereich bieten, besser noch 15mm. Dieser zusätzliche Raum im Schuh gewährleistet, dass der Schuh nicht nur länger passt. Vor allem wird hier der Dynamik des Gehens und Laufens Rechnung getragen. Denn ein Fuß wird beim Belasten länger, also beim Gehen, Springen, Hüpfen.

 

Laufen III

 

Ihr Kind ist ein sicherer und geübter Läufer geworden und kein Platz ist sicher vor ihm. Je nach Aktivität und Anlass sollte der Schuh nun ausgesucht werden.

 

Empfehlenswert: aus fußhygienischer Sicht ist ein zweites Paar Schuhe ratsam. Während ein Paar getragen wird, kann das zweite Paar in Ruhe trocknen, auslüften und sich „erholen“.

 

Was einen guten Kinderschuh ausmacht

 

Ein guter Kinderschuh ist ein passender Schuh! Er sollte die kindlichen Aktivitäten nicht einschränken und die Kleinen beim Spielen nicht behindern.

 

Kinderschuhe müssen vielfältigen Beanspruchungen Stand halten. Neben Witterungseinflüssen wirken viele mechanische Kräfte auf einen Schuh ein. Er soll sowohl bei sportlichen Aktivitäten als auch bei gesellschaftlichen Anlässen, bei Sonne wie Regen, beim kindlichen Spiel wie beim Sonntagsspaziergang getragen werden. Ein Kinderschuh muss somit robust sein und darf gleichzeitig die Fußentwicklung nicht negativ beeinflussen.

 

Damit Kinderschuhe länger passen und der Fußdynamik Rechnung getragen wird sollte ein Schuhinnenraum mind. 12mm länger sein als der Fuß. Dieser zusätzliche Raum ist notwendig, weil Füße je nach Aktivität länger werden. Je nach Körpergewicht kann der Unterschied zwischen einem belasteten und einem unbelasteten Fuß 3-6 mm betragen. In Bewegung wird es noch deutlicher. Da schieben sich die Füße noch etwas weiter bei jedem Schritt nach vorne. Zum Schubraum kommt eine Wachstumsreserve hinzu.

 

Als Faustregel gilt daher: 12 bis 15mm sollte der Innenraum eines Kinderschuhs länger sein als ein Kinderfuß.

 

Wie lange passt denn nun ein Kinderschuh?

 

Grundsätzlich kann man sagen, dass die noch sehr kleinen Füße schneller wachsen als größere Füße. D.h. bis zum Einschulungsalter etwa wachsen Kinderfüße 2-3, mitunter sogar 4 Größen pro Jahr, also 1-1,5 Größen im Halbjahr.

 

Die Passform des ersten Schuhs sollte nach 6-8 Wochen überprüft werden. Oft hat sich dann schon etwas getan und ein Nachfolger wird notwendig (kann, muss nicht so sein).

 

Bis ein Fuß voll entwickelt ist dauert es etwa 16 bis 18 Jahre.

 

Wie prüfe ich, ob ein Schuh noch passt?

 

Viele Kinderschuhhersteller bieten herausnehmbare Sohlen in ihren Modellen. Nehmen Sie die Sohle einfach heraus und stellen Sie Ihr Kind darauf. Können Sie vor den längsten Zeh noch ein 1 Cent-Stück legen beträgt der Spielraum im Schuh 15mm und ist ausreichend.

 

Stellen Sie Ihr Kind in Socken auf ein Blatt Papier. Zeichnen Sie den Umriss beider Füße nach. Bei der längsten Zehe fügen Sie 12-15mm hinzu. Nun verbinden Sie die Endpunkte und schneiden den Umriss aus. Passt die so gefertigte Schablone in den Schuh ist dieser noch lang genug.

 

Der berühmte Druck mit dem Daumen ist nicht ratsam. Die meisten Kinder krallen die Zehen reflexartig, wenn von oben Druck auf den Fuß ausgeübt wird. Das Ergebnis: im Schuh ist besonders viel Platz.

 

Wenn Sie unsicher sind können Sie auch gerne zu uns kommen. Dann schauen wir nach, ob die Schuhe noch passen.

 

Da sich das Nervensystem bei Kindern noch entwickelt ist die Auskunft des Kindes, ob der Schuh passt, nicht (immer) verlässlich. Nur die wenigsten Kinder können mit der Frage „Passt der Schuh?“ wirklich etwas anfangen und sie wahrheitsgemäß beantworten. Sicherer ist es daher, eine der oben genannten Methoden anzuwenden.

 

Es ist auch nicht empfehlenswert sich allein auf die Herstellerangabe zu verlassen. Bis heute hat sich kein einheitliches Maßsystem zur Bestimmung der Fußlänge durchgesetzt. Viele Hersteller arbeiten mit eigenen Systemen, so dass nicht immer im Schuh die Länge drinsteckt, die außen angegeben ist. Anders sieht es bei den WMS-Herstellern aus. Sie haben sich auf einen einheitlichen Längen- und Weitenstandard verständigt und halten diesen auch ein. Zu den WMS-Herstellern gehören z.Zt. folgende Firmen: Superfit, Ricosta, Richter, Däumling, Lurchi, Kappa.

 

Wir bei Leo Luna vermessen Kinderfüße nach WMS. Eigens entwickelte Messstäbe sorgen dafür, dass wir auch die Innenlängen genau ermitteln können. Z.B., wenn sich die Sohle einmal nicht herausnehmen lässt.

 

Da wir unser ganzes Leben auf unseren Füßen stehen sollten wir ihnen ruhig etwas Beachtung schenken.